Internationale Wildwasserklassifizierung - Kanuportal

Internationale Wildwasserklassifizierung

Die internationlae Wildwasserklassifizierung ist ein Bewertungssystem für die Schwierigkeit von Flüssen. Das Bewertungssystem ist aber ein sehr grobes Einteilungsschema und ist notwendigerweise auch subjektiv und ungenau. Die Einteilung entspricht der Empfindung des Betrachters und kann regional sehr unterschiedlich sein. Im weiteren kann sich der Charakter eines Flüsses städig verändern. So wird in der Wildwasserklassifizierung beispielsweise die Wassermenge nicht berücksichtig. Bestimmte Stromschnellen können sich aber dadurch dramatisch verändern. Die internationale Wildwasserklassifizierung kann daher nur als Richtschnur herangezogen werden. Eine Beurteilung der Situation vor Ort bleibt aber unerläßlich.

Klasse 1 - leicht

  • freie Sicht
  • Fließendes Wasser mit Steinen und kleinen Wellen.
  • Wenig oder gar keine Hindernisse, alle leicht zu umfahren.
  • Risiko für Schwimmer ist minimal
  • Selbstrettung ist leicht möglich
  • Wildwasserklasse 1 - Reuss von Mellingen nach Gnadental

    Klasse 2 - mäßig schwierig

  • Freie Durchfahrten, die ein Erkunden nicht erforden.
  • Unregelmäßiger Stromzug und Wellen, mittlere Schwälle. Schwache Walzen, Wirbel und Presswasser.
  • Gelegentliches Manövrieren ist nötig, aber Steine und mittlere Wellen sind von trainierten Paddlern leicht zu umfahren.
  • Eine Selbstrettung ist meist problemlos möglich, wobei Hilfe aber gerne angenommen wird.
  • Wildwasserklasse 1 - Reuss von Mellingen nach Gnadental

    Klasse 3 - mittel

  • die Durchfahrten sind meist übersichtlich
  • hohe und unregelmäßige Wellen, längere Schwälle, große Wellen, Walzen und Wirbel
  • schnelle Strömung und Verblockung, die eine gute Bootskontrolle erfordern
  • die Verletzungsgefahr beim Schwimmen ist gering, die Hilfe anderer kann aber nötig werden, um längeres Schwimmen und Materialverlust zu verhindern
  • Wildwasserklasse 3 - Sanna im Tirol

    Klasse 4 - schwer

  • Durchfahrten nicht ohne weiteres erkennbar. Eine Erkundung ist meist nötig.
  • Hohe andauernde Schwälle. Kräftige Walzen, Wirbel, und Preßwasser.
  • Höhere Stufen mit teils starkem Rücklauf
  • Verblockte Passagen erfordern das schnelle Manövrieren des Bootes
  • Eine gute Linienwahl und präzises Fahren in turbulentem Wasser ist erforderlich
  • Sicheres und schnelles Erreichen eines Kehrwassers ist nötig, um gewisse Stellen zu erkunden und entsprechend zu befahren
  • Erkundung beim ersten Befahren der Strecke ist notwendig
  • Die Verletzungsgefahr beim Schwimmen ist gegeben. Die Selbstrettung ist kaum Möglich. Die Hilfe der Gruppe ist notwendig.
  • Wildwasserklasse 4 - Noguera Pallaresa  - Alós d´Isil

    Klasse 5 - sehr schwer (grenze der Befahrbarkeit)

  • Das Erkunden der Strecke ist absolut notwendig
  • Extreme Schwallstrecken, die eine hohe Fitness erfordern.
  • große Walzen mit viel Rücklauf, Wirbel und Presswasser.
  • Enge Verblockungen, hohe Gefällestufen mit schwierigen Ein- oder Ausfahrten.
  • Eine exakte Linienwahl ist erforderlich und einzuhalten
  • Wichtige Kehrwasser sind oft klein, turbulent und schwer zu erreichen
  • Das Schwimmen hat ein sehr hohes Verletzungsrisiko oder kann tödlich sein
  • Die Rettung ist extrem schwierig.
  • Wildwasserklasse 5 - Noguera Pallaresa  - Alós d´Isil

    Klasse 6 - extrem

  • galt lange Zeit als unfahrbar
  • Nahezu unmöglich und sehr gefährlich
  • Nur für Expertengruppen, bei günstigen Wasserständen
  • Wildwasserklasse 6 - Rheinfall in Schaffhausen